Interview: Robin Haas, Autor von The-StartUp.Book

Robin Haas ist 22 und steht noch am Anfang seiner Karriere. Trotzdem hat er schon ein StartUp gegründet und ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben. The-StartUp.Book liefert viele Tipps und Tricks rund um die Gründung und hält ein besonderes Extra bereit, das das Werk von anderen Startup-Büchern unterscheidet. Ich habe mich mit dem Autor über sein Buch unterhalten und ihn gefragt, was die Leser erwartet.

Guten Tag Herr Haas, können Sie zunächst einmal ein paar Worte zu Ihrer Person und Ihrem beruflichen Werdegang sagen?
Zunächst vielen Dank für die Möglichkeit mich hier vorstellen zu dürfen.
Ich heiße Robin Haas, bin seit einigen Wochen 22 und studiere jetzt im dritten Semester International Management/BWL an der WHU in Vallendar. Ich bin also noch sehr jung und kann sagen, dass sich bei mir vieles in einem sehr kurzen Zeitraum bis zum heutigen Tag entwickelt hat. Gerade als junger Mensch befindet man sich ja ständig in Erfahrungs- und Lernprozessen, die helfen können, zu sich selbst zu finden und persönliche Ziele zu definieren. Ich bin ein sehr bewusst lebender Mensch und suche daher ständig nach Motivation und Fortschritt. Stillstand und Zeitverlust sind für mich unausstehliche Dinge, denn es ist nicht einfach, selbstständig erfolgreich zu sein. Wer bereits viel und hart für den Erfolg arbeitet, merkt daher schnell, dass Zeit immer der einschränkende Faktor ist.
Vor meinem Studienbeginn habe ich ein StartUp gegründet und das Buch The-StartUp.Book geschrieben. Beruflich stehe ich also noch ganz am Anfang, aber wie auch in meinem Buch beschrieben, sind Ziele dem aktuellen Standpunkt immer einen Schritt voraus, daher ist für mich klar, dass ich mich auch als Entrepreneur ständig beweisen muss und noch lange nicht dort bin, wo ich einmal sein möchte.

Wie kam es, dass Sie sich dazu entschieden haben, Autor zu werden?
Eigentlich war das keine Entscheidung, sondern vielmehr ein Begleitprozess meiner StartUp-Gründung. Gute Ideen und Ansätze verdienen es, festgehalten zu werden. Nach diesem Motto habe ich über einen längeren Zeitraum sehr viel dokumentiert – nach Gesprächen mit anderen Gründern, nach Veranstaltungsbesuchen oder während Vorlesungen und meiner eigenen StartUp-Tätigkeit.

Auswendig erlernte Inhalte werden schnell wieder vergessen, weil man nicht weiß, wie man Sie für sich selbst gewinnbringend einbringen soll. Die Teilstücke jedoch, die man als wichtig erachtet, durchlaufen einen Prozess und bleiben hängen, da man Sie aktiv verarbeitet hat und sie schon bald einbringen kann. Auf diese Weise hat sich ein Großteil der Inhalte für The-StartUp.Book schriftlich zusammengesetzt. Natürlich gehören auch Kreativität und die Überzeugung, ein Buch schreiben zu können, dazu.

Was erwartet die Leser von The-StartUp.Book?
Durch The-StartUp.Book werden meine Leser verstehen, was ein Leben wirklich bedeutsam macht.
Das Buch ist ein leidenschaftliches und aufforderndes Plädoyer für unternehmerisches Denken und Handeln. Meine Leser können sich auf sachlich recherchierte, jedoch auffordernd und motivierend geschriebene Themen wie die Persönlichkeitsentwicklung eines Gründers, Voraussetzungen einer Geschäftsidee, die Entwicklung von kundennahen Geschäftsmodellen und deren „leane“ Verwirklichung bis hin zur Führung eines jungen StartUps freuen.

Wie würden Sie den Gründungsprozess eines Startups allgemein beschreiben – wenn das überhaupt möglich ist?
Die ganze Welt ist auf der Suche nach Ideen, die Bestehendes zerstören und durch Besseres ersetzen.
Ich bin daher überzeugt, dass ein Gründungsprozess unbedingt einen Rahmen benötigt, um erfolgreich zu verlaufen. Geschäftsideen sind keine Kunstwerke. Sie sollten nicht auf einer leeren Leinwand entstehen, sondern sich danach richten, was der Markt und viele andere Faktoren fordern. Am Anfang eines Gründungsprozesses gilt es zunächst, sich selbst kennenzulernen. Es benötigt eine grundlegende Entwicklung, um später einen erfolgreichen Weg als Unternehmer anstoßen zu können.

In Ihrem Buch liest man „Das Alter ist entscheidend“ (bei der Unternehmensgründung). Was meinen Sie damit?
Wir alle werden geprägt von dem, was uns unsere Vergangenheit lehrte. Unternehmer sind in der Minderheit und werden nicht selten für Ihre Tätigkeit verurteilt. Es ist nur wahrscheinlich, dass wir uns mit zunehmendem Alter immer weiter vom Unternehmertum distanzieren, da schlicht der Einblick in ein solches Leben fehlt.
Doch als Kinder, Schüler oder Studenten sind wir offen und begeisterungsfähig. Wir sind frei und träumen von großen Zielen. Während ein Unternehmer aktiv auf diese hinarbeitet, korrigieren andere Ihre Ziele in einem schleichenden Prozess ständig weiter nach unten, passen sich an und geben sich mit dem zufrieden, wer sie sind und was sie besitzen.
Je früher wir beginnen, desto mehr werden wir belächelt, doch in Wirklichkeit sind wir weiter als alle anderen.

Welche Faktoren spielen außerdem Ihrer Meinung nach eine Rolle bei der Startup-Gründung?
Freiheit und Selbstverantwortung. Freiheit beschreibt die Möglichkeit, Neues zu entdecken, sich zu motivieren und Ziele zu definieren. Selbstverantwortung wirkt hingegen als Fundament um sich nicht selbst zu verlieren. Sie dient als Stütze um gelebte Freiheit auf ein Ziel hin auszurichten.
Diese Faktoren waren über Jahrtausende unvorstellbar. Heute dienen Sie uns als Spielfeld für neue Ideen und deren Umsetzung.

Was unterscheidet Ihr Buch von anderen Startup-Büchern?
Leser können sich mit einem Code am Ende des Buches auf meiner ebenfalls entwickelten Seite www.the-startup.network registrieren. Durch die Kontakte meiner Uni und Gründerfreunde entsteht dort gerade ein Netzwerk von StartUps, die anbieten, Leser von The-StartUp.Book in Ihrem StartUp zu begrüßen. Meine Leser sollen die Praxis kennenlernen, sich neben der Theorie für dieses einmalige Lebensgefühl begeistern und mitreißen lassen. So wird es sehr wahrscheinlich, dass Taten folgen und man sich später nicht vorwerfen lassen muss, es nicht versucht zu haben.

Sie schreiben in Ihrem Buch recht ausführlich über das sogenannte GAP-Jahr. Können Sie kurz erklären, was das ist und welche Vorteile Sie darin sehen?
Unsere gesellschaftlichen Konventionen verurteilen geradezu eine sogenannte Lücke im Lebenslauf. Als Unternehmer spielt aber nicht der Lebenslauf, sondern die Erfahrung eine weitaus wichtigere Rolle. Ein GAP-Jahr ist ein Jahr der Persönlichkeitsentwicklung und Geschäftsmodelentwicklung z.B. nach der Schulzeit oder nach dem Studium. Viele verbinden damit eine Weltreise oder typischerweise Australien. In meinem Fall diente mir dieses Jahr persönlich nach der Schulzeit dazu, The-StartUp.Book zu schreiben und ein eigenes StartUp zu entwickeln, da ich während der Schulzeit spürte, unbedingt selbstständig etwas Eigenes erschaffen zu wollen. Seitdem lebe ich die Freiheit und handle selbstverantwortlich.

Haben Sie noch einen weiteren persönlichen Entrepreneur-Tipp, den Sie unseren Lesern mit auf den Weg geben wollen?
Am Ende entscheidet die geleistete Arbeit über Erfolg oder Misserfolg. Beschwere dich niemals über das was du bist oder wo du stehst, sondern arbeite täglich dafür, Morgen einen Schritt weiter zu sein und verliere dabei niemals deine persönlichsten Ziele und Träume aus den Augen.

Ein schönes Schlusswort, vielen Dank für das Gespräch.