Startup-Portrait: Dynostics – zielgerichtetes und effektives Training für jedermann

In der Welt des Sports dreht sich alles um den Faktor Leistung. „Höher, weiter, schneller“ – So könnte das allgemeine Motto der meisten Fitness-Begeisterten lauten. Doch wie kann man als „Normalo“ – sprich: als Nicht-Profisportler – überprüfen, ob die persönliche Leistung schlechter oder besser wird beziehungsweise gleichbleibend ist? Das Fitness- und Tech-Startup Dynostics hat eine Antwort auf diese Frage. Das Unternehmen mit Sitz im bayrischen Bad Wörishofen hat ein System zur mobilen Leistungsanalyse entwickelt, welches jedem Sportler innerhalb weniger Minuten und ohne medizinische Fachkenntnisse anhand der Atemgase seine persönlichen Pulsbereiche für ein effektives Training ermittelt. Und noch mehr, wie uns Stefan Bartenschlager, einer der beiden Gründer, im Interview verriet: „Es zeigt dem Sportler genau an, in welchen Pulsbereichen am meisten Fette verbrannt werden, wann Leistung gesteigert wird und wann seine Muskeln im anaeroben Bereich übersäuern.“ Eine interessante Geschäftsidee, die es verdient hat, noch ein bisschen genauer vorgestellt zu werden. Viel Spaß beim Lesen unseres Startup-Portraits.


 

Die Gründer

Hinter jedem Startup steckt mindestens eine treibende Kraft, die nicht nur eine geniale Idee hatte, sondern auch den Mut, diese zu realisieren. Im Fall von Dynostics sind es gleich zwei visionäre Entrepreneure. Die Gründer Friedrich Hergenreider und Stefan Bartenschlager kommen aus unterschiedlichen Branchen und ergänzen sich dadurch perfekt. Während Friedrich Erfahrungen im Management einer großen Franchise-Kette aus dem Gastrobereich sammeln konnte, danach als Expansionsleiter einer Fitness-Kette tätig war und nun bei Dynostics den Bereich Sales unter sich hat, ist Stefan der Experte für Marketing und Business Development. Seine Erfahrungen hat er unter anderem in der eigenen Werbe- und Internetagentur InsideAll gesammelt. Diese hat er bereits mit 21 Jahren gegründet. InsideAll hat zahlreiche namhafte Fitnessunternehmen im Marketing betreut.

 

Die Entstehung der Startup-Idee

Gefragt nach der Entstehung der Geschäftsidee erzählte uns Co-Gründer Stefan Bartenschlager: „Ein Mitglied unseres Gründerteams ist Fußballtrainer und hat seine Spieler einmal im Jahr in ein Leistungsanalyse-Zentrum geschickt, was für die Mannschaft bei einer einzigen Messung hohe finanzielle Kosten im vierstelligen Bereich bedeutete. Hier haben wir uns dann die Frage gestellt, warum dies eigentlich nicht einfacher und kostengünstiger für Jedermann möglich ist. Ein solches System haben wir auf dem Markt nicht gefunden. Daraus entstand die Idee, selbst ein System zu entwickelt, welches bezahlbar in Vereinen, Fitnessstudios und beispielsweise beim Personal Training eingesetzt werden kann. Da wir bereits aus früheren Projekten gute Kontakte zu einem Allgäuer Technologieunternehmen hatten, war aus der Idee relativ schnell ein umsetzbarer Business Case entstanden.“

Dynostics-Gruppenvergleich

Der Gründungsprozess

Das Fitness-Startup Dynostics ist nicht aus einer Laune heraus entstanden. Bartenschlager verriet uns: „Wir als Gründerteam waren bereits in der Vergangenheit in einem Startup in der Fitnessbranche tätig und kannten daher die Stärken jedes einzelnen und vor allem, dass man sich aufeinander verlassen kann. Dies machte die Gründung natürlich deutlich einfacher. Teilweise kennen wir uns schon seit dem Sandkasten.“ Die größte Herausforderung bei der Gründung, so Stefan Bartenschlager, war die technische Entwicklung eines Systems, welches die gleichen Ergebnisse erzielt wir ein medizinisches System. Dabei durfte der Preisrahmen im mittleren fünfstelligen Bereich nie aus den Augen gelassen werden. „Durch die 30-jährige Erfahrung des Technologieunternehmens in der Gasanalyse konnten wir dies doch relativ schnell lösen. Finanziert haben wir uns bisher rein aus Eigenmittel der Gründer sowie Unterstützung einer regionalen Bank. Aktuell ist noch kein Investor am Unternehmen beteiligt.“ Dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, wurde in diesem Jahr mehr als klar. Die Technologie von Dynostics wurde auf der Fitnessmesse FIBO in Köln präsentiert und stieß dort auf riesiges Interesse. „Wir hatten allein auf dieser Messe mehrere hundert Kundenanfragen aus über 30 Nationen.“, erinnert sich Stefan Bartenschlager zurecht mit Stolz.

 

Wofür steht Dynostics?

„Wir möchten mit DYNOSTICS zielgerichtetes und effektives Training über die individuellen Pulsbereiche für jedermann zugänglich machen, was bisher nur den Profi-Sportlern vorbehalten war.“, so Bartenschlager im Gespräch. Jedermann, das sind Kunden und Mitglieder von Fitnessstudios, Personal Trainern und Sportvereinen – also nicht nur Leute aus dem Profisportbereich. Damit grenzt sich Dynostics klar von konkurrierenden Unternehmen ab. „Mit Dynostics ist es erstmals möglich, diese Technologie bezahlbar auch im Breitensport sowie in Fitnessstudios zu nutzen.“

 

Die Produkte von Dynostics

Das Dynostics-Team setzt auf Fokussierung und bietet aktuell ausschließlich das Leistungsanalysegerät in Verbindung mit einer App zur Auswertung an. Co-Gründer Stefan Bartenschlager ließ verlauten, dass jedoch permanent mit App-Entwicklern an Updates und neuen Features gearbeitet wird.

Dynostics_Leistungsanalyse

Die Zukunft von Dynostics

Dynostics befindet sich in einer aufregenden Phase. Das Unternehmen erhält derzeit Anfragen aus der ganzen Welt und will deswegen in naher Zukunft weitere Länder erschließen. Aktuell wird der Launch von Dynostics in Italien und Spanien vorbereitet.

Langfristig ist geplant, Dynostics in jedem Fitnessstudio und jedem Sportverein anzubieten, damit die Sportler richtig und in den für ihre Körper optimalen Pulsbereichen trainieren können. Denn, so Bartenschlager: „Bisher trainieren rund 95% der Freizeitsportler falsch. Oft zu schnell und im übersäuerten Bereich, da sie bisher keine Möglichkeit hatten, die persönlichen Pulswerte zu ermitteln.“ Das soll sich mit Dynostics ändern.

Sind auch Sie Startup-Gründer und der Meinung, dass getLaunched.io Ihr Unternehmen einmal vorstellen soll? Dann freuen wir uns sehr über einen Kommentar unter diesem Beitrag oder eine E-Mail an [email protected]

Fotos: © Dynostics